Wir wurden sehr freundlich bewirtet von Marie Louise Ryser, Myrta Bowald und Marlis Leuzinger. Vielen lieben Dank.
Denise Fischer vom Roten Kreuz Glarus erzählte uns von der Notrufuhr und wie dieses System funktioniert. Beim Gespräch wurde uns bewusst, dass das Vorsorgen sehr wichtig ist. Vorsorgen durch bewusstes Minimieren von Gefahren: in der Nacht das Licht einschalten, wenn man aufsteht; Teppichfallen beseitigen, um Stolpern zu vermeiden; Handläufe bei Treppen montieren; und eben auch das Tragen einer Notrufuhr. Eine Notrufuhr trägt man nicht nur für sich, sondern auch für die Angehörigen, die so nicht ständig Angst haben müssen. Unsere Genossenschafter wurden zudem darauf aufmerksam gemacht, dass immer wieder Helfer gesucht werden, die bei einer Person auf die Liste gesetzt werden dürfen und bei einem Notruf nachschauen gehen. Wir haben über KISS bereits Tandems zu diesem Zweck gebildet.
Untenstehend ein Brief von einem unserer Mitglieder, als Beispiel dafür, wie wichtig dieses Notrufsystem sein kann:
Liebe Monika
Wir haben uns nicht angemeldet zum nächsten Kiss Kafi in der Alterssiedlung Glarus. Mutter ist im Moment nicht genügend mobil für den Ausgang!
Sie war vor Weihnachten 2 Wochen im Spital. Vorübergehend wohnt sie nun bei mir, da im ganzen Kanton Glarus keinen Ferienplatz in einem der Altersheime vorhanden war.
Aber warum ich dir schreibe – zum Thema Rotkreuz Notrufsystem…. Vielleicht gibt es noch mehr ältere Personen, mit der Einstellung, sie brauchen keinen Notruf, es gehe ihnen ja gut!?
Wir konnten unsere Mutter letzten Sommer mit einiger Überwindungsarbeit zum Rotkreuz Notruf überzeugen. Sie hatte sich dann doch spontan für den Kauf der Uhr entschieden. Mit Ach und Krach wurde die Uhr ab und zu getragen. Im Garten und im Haus brauche sie dieses Monster nicht – war ihre Einstellung. Im Herbst ging es ihr dann gesundheitlich nicht so gut, dass sie die Uhr doch sogar auch im Bett bei sich hatte. Und siehe da… an einem Morgen im Dezember bekam ich um 06.00 Uhr einen Anruf vom Rotkreuz, die Mutter sei im Bett und könne nicht aufstehen. Innerhalb kurzer Zeit war ich bei ihr und ich konnte sie mit der Ambulanz ins Spital bringen. Diagnose: Kreuzbein gebrochen. Dank dem Notruf musste sie nicht lange in Schmerzen verweilen, bis jemand vorbei gekommen wäre. Vielen Dank dem Roten Kreuz!
Es geht ihr jetzt jeden Tag ein wenig besser, sie läuft noch mit Krücken, versucht aber wieder so viel wie möglich selber zu machen. Sie geniesst das Ferienzimmer mit einer liebevollen Betreuung in dankbarer Freude und hofft natürlich, doch wieder selbständig wohnen zu dürfen.
Dies einfach so zum Rotkreuz Notruf!
Ganz liebe Grüsse
ein KISS-Mitglied